Schokolade zum Verschenken – Kurzgeschichten, Geschenkbücher und Genussliteratur

September 21st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Geht es uns nicht allen so? Man sucht ein schönes Geschenk und findet nichts passendes. Eine Flasche Wein ist zwar schön, aber nicht besonders ideenreich. Pralinen oder Schokolade – nun, man kann den Geschmack treffen, aber Glücksache.

STORIES & FRIENDS bietet mit seinen Kombinationen aus Genuss und Lesen exklusive Kurzgeschichten für alle Freunde des Lesens und des Genusses. Stöbert einfach mal hier im Online Shop, lest die Bücher zur Probe, und sucht Euch Euren Favoriten aus.

Gaumenkitzel – Erlesene Menüs aus der Literatenküche

Mai 6th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Gaumenkitzel

STORIES & FRIENDS kocht. Im Herbst erscheint unser neues Geschenkbuch. Unter dem Titel „Gaumenkitzel – Erlesene Menüs aus der Literatenküche“ präsentieren wir ein ganzes Festival der Genüsse: gefährliche Geschmacksreisen, Ausflüge in die hohe Kochkunst, kulinarische Experimente aus unterschiedlichen Regionen, Ländern und Kulturen. Bei 5 kulinarisch-literarischen 5-Gänge-Menüs wird Ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen, Sie zum Schmunzeln anregen oder vielleicht zum Nachahmen.

Zur Verlagsvorschau!

Sie möchten einen Vorgeschmack? Besuchen Sie „Gaumenkitzel“ doch bei Facebook. Lernen Sie die „Köche“ – unsere Autoren und Illustratoren – kennen und erzählen Sie uns Ihre Gaumenkitzel-Geschichte. Wir freuen uns.

Parfum-Geschichten gesucht!

Mai 6th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Parfüm

Unter dem Motto „Festival der Düfte“ sucht STORIES & FRIENDS für ein neues Geschenkbuch der Edition SELECTION Kurzgeschichten und Kurzkrimis zum Thema „Parfum“. Werden Sie Parfümeur und kreieren Sie Ihren eigenen Duft, Ihr persönliches literarisches Parfum mit eigenen Kopf-, Herz- und Basisnoten.

  • Wir suchen duftende Stories, die in den Kopf steigen und berauschen. Ein Rausch, den man unbedingt erleben muss, der aber möglicherweise leicht verfliegt?
  • Wir suchen literarische Parfums, die nach kurzem Rausch das Herz berühren, das Ihrer Helden und/oder das Ihrer Leser. Erzählen Sie uns von Ihren Herzno(e)ten und das müssen nicht nur Love-Stories sein.
  • Wir suchen wohlriechende Geschichten, die geeignet sind, Charaktere zu entfalten, Düfte, die von Dauer sind, vielleicht sogar lebensnotwendig?
    • Vielleicht gelingt Ihnen ein ganz besonderes Duftwasser, eines das berauscht, das Herz berührt und das lange nachhallt. Einsendeschluß ist der 30. Juni 2010. Mehr Informationen erhalten Sie bei STORIES & FRIENDS.

      Schönes Geschenk zum Muttertag

      April 26th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

      Auch Mütter lesen und genießen. Speziell zum Muttertag hat STORIES & FRIENDS exklusive Muttertagsgeschenke bereit gestellt.

      Verschenken Sie Freude und Genuss!

      Leseprobe: rätselhaft + wunderbar – Eine literarische Reise in die Welt der Zahlen

      April 21st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

      Wir beweisen, dass Mathematik reich und glücklich macht, dass Zahlen sexy oder romantisch sind und dass es nichts Spannenderes gibt als eine Kurvendiskussion zu zweit. Lernen Sie Prozentrechnung mit Murmeln, Volumen- und Flächenberechnung beim Kuchenbacken und das Schreiben von Bestsellern mit Hilfe eines Algorithmus. In 27 Geschichten kommen Neugierige und Wissensdurstige auf ihre Kosten und entdecken neue Facetten an der Wissenschaft, die zählt.

      Probe lesen:

      Kurvendiskussion – Marina Jenkner

      Sander hieß er und war einer dieser Theoretiker, die sich gerne hinter ihre Bücher zurückzogen
      und in Prüfungszeiten nicht ansprechbar schienen. Seine Fächer Mathematik und Philosophie, seine Stimme so sanft, dass sie ihr Schauer über den Rücken jagte, seine Finger feingliedrig und gepflegt, eine hohe Denkerstirn mit Geheimratsecken, die tief in die kurzen dunklen Haare hineinreichten, sein Blick warm und überhaupt nicht berechnend. Es kam nicht oft vor, dass sie so schnell einen Mann in ihre Wohnung ließ – genau genommen war es das erste Mal –, aber sie wollte dieser liebevollen Stimme die ganze Nacht lauschen und es spielte keine Rolle, ob er von Nietzsche sprach oder von Newton, sie wollte diesen sanften Klang um sich haben, der in ihrem Körper widerhallte, ihn erbeben ließ, und seine feingliedrigen Hände, die sicher genauso einfühlsam waren wie seine Art zu sprechen. Ihre Blicke trafen sich, wichen schüchtern einander aus, und sie stellte sich den Oberkörper vor, der sich unter seinem Pullover verbarg. Schlank würde er sein, ein bisschen hager vielleicht, sehnig ohne großspurige Muskeln. Sie sprachen darüber, wie unattraktiv wöchentliches Lottospiel aus der Sicht der Stochastik ist, trockene Wissenschaft, aber jedes Wort zwischen ihnen wurde Verlangen, das die Luft dünn werden und ihren Atem vor Begehren stocken ließ. Als ihre Lippen sich trafen, sie ihn plötzlich berührte, schmeckte, erschien ihr das wie die logische Folge einer Zahlenreihe. Die Glieder zweier Menschen wurden zu Summen der Lust, würden sich unendlich potenzieren. Ihre Hände erkundeten unbekannte Gebiete, sehnige Landschaften, wie sie es erwartet hatte, aber trotzdem warm und weich. Seine Finger spielten liebevoll auf ihrer Haut. Kleidung fiel, wich atemloser Erregung, und als sie sich verletzlich nackt gegenüber standen, verlor seine Stimme für einen kurzen Moment ihre Sanftheit. »Nimmst du eigentlich die Pille ?«
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      Leseprobe: Jahrmarkt der Geschenke – Ein literarisches Überraschungspaket

      April 21st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

      Geschenke über Geschenke. 31 Geschichten von 29 Autorinnen und Autoren beleuchten die unterschiedlichen Facetten des Schenkens und Beschenktwerdens und erzählen von Hoffnungen und Zweifeln, von Geschenken, die ins Schwarze treffen, und solchen, die misslingen. Gefühlvolle, traumhafte, mysteriöse, zwiespältige, spannende oder humorvolle Präsente warten auf Sie.

      Probe lesen:

      Arno Anonym – Michael Rapp

      Christina betrachtete das rot glänzende Päckchen, das vor ihr auf dem Schreibtisch lag, als wüsste sie nicht, ob sie sich freuen oder das Bombenräumkommando rufen sollte. Vorsichtig nahm sie es auf, drehte es in den Händen, suchte vergeblich nach einem Hinweis auf den Schenker und schien endlich zu dem Schluss zu kommen, dass es ungefährlich sei. Sie zog die blaue Schleife ab und öffnete das Papier, indem sie die Tesastreifen einzeln entfernte – sie war immer so gewissenhaft. Zutage kam das graue Schmuckkästchen, in dem die Brillantohrringe auf ihre Entdeckung warteten.

      Arno drehte unauffällig den Bürostuhl, um auf keinen Fall den Moment zu verpassen, in dem sie sein Geschenk zum ersten Mal sehen würde. Er hatte lange gesucht und schließlich ein Monatsgehalt für die Creolen auf den Tisch eines bekannten Juweliers gelegt. Sie mussten ihr einfach gefallen. Sein Herz klopfte so laut, dass er Angst hatte, jemand könnte es hören. »Hanse, haben Sie eine Ahnung, wie man Freigabeanträge in das System eingibt?« Geiger, der neue Sachbearbeiter, war neben ihm aufgetaucht. Nicht jetzt! Arno machte eine abwehrende Geste. »Augenblick, bitte.« Doch da schob sich Geiger schon zwischen ihn und Christina und hielt ihm ein Formular vor die Nase. »Das geht ganz normal über die Eingabemaske«, sagte Arno hastig, doch er hatte kein Glück. Geigers Gesicht zeigte freundliches Unverständnis. »Könnten Sie mir das mal zeigen?« »Später, ich hab zu tun«, presste Arno hervor. Er wollte nicht unhöflich klingen; als es nun aber doch geschah und Geiger sich mit einem beleidigten »Oh, Verzeihung!« abwandte, war er einfach nur froh. Sofort suchten seine Augen Christina und fanden sie, wie sie den Inhalt des Schmuckkästchens anstarrte. Ihre Miene war eisig. Irgendetwas ging hier mächtig schief. [zum Shop]

      Leseprobe: 100% Schokolade – Eine exquisite Mischung feinster Geschichten

      April 21st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

      Schokolade ist ständige Versuchung und ihre glücksbringende Eigenschaft erwiesen. In 30 Geschichten ist Schokolade mal Trostpflaster, mal Liebesbote, beflügelt Fantasie und Schöpfungskraft. Der schokoladige Genuss ist Auslöser von süßen und zartbitteren Erinnerungen oder gar von Wahnzuständen und in seltenen Fällen gibt es Nebenwirkungen, die sich nicht auf der Waage messen lassen.

      Probe lesen:

      Kleine Kostprobe – Ulrike Rylance

      »Ein Stück Zartbitter zum Probieren ?« Die Verkäuferin hielt ihm ein silbernes Tablett hin, auf dem sich dunkle Täfelchen präsentierten. Zögernd nahm Frank sich eins und beschloss, es bei der nächstbesten Gelegenheit in die Tasche gleiten zu lassen. Er aß schon lange keine Schokolade mehr, sein Bauchansatz ließ sich ohnehin nur noch durch Magerkost und viel lästigen Sport in Schach halten. Er war lediglich in diesen Laden vor dem sturzbachartigen Regen geflüchtet, der sich draußen auf die Bevölkerung ergoss. Zu spät hatte er erkannt, dass es sich um eine Confiserie handelte. Ein Bonbonladen, wie er heimlich dachte, in dem es nichts, aber auch nichts gab, was auch nur annähernd von Interesse für ihn sein konnte. Es roch gut nach Vanille und Kakao, das musste er zugeben. Die Frau hinter dem Ladentisch trug eine weiße Haube und eine karierte Schürze. Sie lächelte ihm zu und erinnerte ihn ein bisschen an Frau Holle. Verkrampft lächelte er zurück und tat so, als betrachte er eine Art Blumenstrauß aus Pralinen. Was heutzutage alles angeboten wurde ! Wann hörte dieser entsetzliche Regen endlich auf ? Frank schielte auf seine Uhr. Wenn er sich in den nächsten fünf Minuten in Bewegung setzte, konnte er es noch zu seiner Besprechung schaffen. In seiner rechten Hand löste sich die Schokolade auf. Mit der linken durchsuchte er die Anzugtasche nach einem Taschentuch, aber natürlich hatte er ausgerechnet heute keins dabei. Frau Holle wollte er nicht fragen, denn dann müsste er zugeben, dass er sich die Schokolade nicht wie jeder normale Mensch in den Mund gesteckt, sondern an die Finger geschmiert hatte. Es gab nur eine Lösung. Er fing an, seine Finger abzulecken. In diesem Augenblick überkam ihn die Erinnerung wie eine riesige Welle. Intensiver Schokoladengeschmack explodierte in seinem Mund. Frank schmeckte cremige Kakaobutter und eine Art bittersüßen Schmelz, der sich auf seiner Zunge ausbreitete und sich dann auflöste. Während er an seinen klebrigen Fingern saugte wie ein Wickelkind, erinnerte er sich an eine Begebenheit, die er schon längst vergessen geglaubt hatte. [zum Shop]

      Leseprobe: Lavendel & Zitronengras – Eine literarische Prise Kräuter & Gewürze

      April 21st, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

      Es wird gekocht, geliebt, gelitten und gelacht. Kräuter und Gewürze verfeinern unsere Nahrung. Sie heilen, vergiften, verzaubern und inspirieren. Ob Gourmet, Hexe, Pflanzenfreund oder Duftliebhaber – dieses Geschenkbuch kann verführen. Aromatischen Geschichten, würzige Gedichte und gezeichnete Kräutersträuße machen dieses Buch zu einem Geschenk für jeden Genießer.

      Probe lesen:

      Liebeserklärung – Reinhart Hummel

      Linda hasste Baustellen, aber sie liebte Spaghetti und Überraschungen und ihren Garten. Mehr als mich, dachte Christoph und nahm sich vor, für eine Überraschung zu sorgen, die sich gewaschen hatte – die geilste und steilste überhaupt. Sie würde ihn bewundern dafür, wenn sie aus dem Bildungsurlaub zurückkäme, und anbeten und lieben, da war er sicher und freute sich darauf wie irre. Er bestellte Granit, weil er ein Typ der Tat war, nicht des Zögerns und Studierens. Und dazu Sand und Schutt und Erde, die schlechteste und magerste, die zu bekommen war, und einen Lastwagen voller Kräuter. Alles wurde geliefert und abgekippt vor dem Haus, das romantisch und windschief und winzig am Abhang klebte und fast verschüttet wurde von der Menge des Materials. Die Nachbarn fragten Christoph, ob er etwa ein neues Haus bauen und den Garten frisch anlegen wolle oder gar eine eigene Gärtnerei aufziehen, solange seine Freundin weg sei. Als der Dieselgestank der Transporter endlich abzog, waberten Wolken vollgesogen mit Molekülen von Currykraut und Rosmarin, Liebstöckel, Oregano und Estragon über und rund um das Haus und die Liegenschaften daneben.

      Was die Leute meinten, ließ ihn kalt, weil er in sich nur die großen Augen Lindas sah, ihre Sprachlosigkeit genoss, ihre Umarmung spürte, zuerst die stürmische, später die sinnliche, und alles, was sich sonst noch daraus ergab, vielleicht sogar inmitten seiner Überraschung. Er dachte daran, wie sie vor Monaten auf der Treppe gesessen hatten mit Kaffeetassen auf den Knien und Linda vor sich hingeplappert hatte, wie schön es wäre, selbst eine zu haben. »Ist das was zum Essen ?«, hatte er gefragt. »Quatsch. Wie kommst du denn darauf ?« Sie war entrüstet gewesen über seine Unkenntnis. »Na, so was wie Mohnschnecken, Quarkschnecken, Hefeschnecken eben. Wie die drüben in der Bäckerei halt.« Linda hatte gelacht und ihm die Kräuterschnecke erklärt, und sie war wieder aus seinem Denken entschwunden – bis er neulich in einen Kreisverkehr fuhr. [zum Shop]

      Leseprobe: Aqua Vitae – ein literarisches Whisky-Tasting

      April 18th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

      STORIES & FRIENDS - GESCHENKBÜCHER

      Aqua Vitae

      22 Autoren tauchten ihre Feder in den Whisky und verfassten Geschichten, die mal auf der Zunge zergehen und mal explodieren: mild oder feurig, süß oder würzig, heiter oder sperrig, leicht oder komplex … und alle mit kreativem Aroma, erlesener Reife und nachhaltigem Abgang.

      Wasser des Lebens
      Boris Schneider

      Zwölf Uhr mittags, high noon. Die Sonne stand senkrecht am flirrend blauen Himmel und zwang Malcoms Schatten, sich unter den Sohlen seiner abgewetzten Lederstiefel zu verbeißen. Winzige Staubtornados zogen über die menschenleere Hauptstraße von Redwood City. Das Schild des Saloons schwang mit einem metallischen Quietschen hin und her. Malcoms Hals war ausgedörrt. Seine Kehle sehnte sich nach einem kühlen Tropfen. Die Sporen klirrten bei jedem Schritt. Er hatte Blackjack in einem Wäldchen vor der Stadt angebunden und war die eineinhalb Meilen zu Fuß gelaufen. Dumpf pochten seine Schritte auf den Stufen zum Saloon. Das Holz der Schwingtür fühlte sich glatt und kühl an, abgegriffen von Tausenden von Händen. Alle Blicke wandten sich ihm zu, als er den Raum betrat. Er achtete kaum darauf. Das war er gewohnt. Unbeirrt schritt er zur Theke. Der Wirt blickte ihn fragend an. Malcom schlug mit der flachen Hand auf den Tresen. »Einen doppelten Whiskey !« Der Wirt zuckte zusammen. Er starrte zu einem Tisch in der Ecke. Malcom folgte seinem Blick. Ein Lichtstrahl spiegelte sich in dem Stern auf der Brust des Mannes, der dort saß. Der Wirt räusperte sich. Er wich Malcoms Blick aus, als er antwortete; seine Stimme war beinahe ein Flüstern: »Sorry, kein Whiskey, die Prohibition.« Malcom grinste. Hier war er richtig. [zum Shop]

      Leseprobe: Arabica und Robusta – eine literarische Melange

      April 18th, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

      Arabica & Robusta

      Arabica & Robusta

      Ob aus Brasilien oder Guatemala, Arabica und Robusta begleiten nicht nur bewegende Momente, sondern erzählen auch bewegte Geschichten:

      Das Geheimnis des Maison de B.
      Martina Moritz

      »Kaffee hat eine Seele«, sagt Friedel. »Mit dem richtigen Röstgrad, der passenden Menge Kaffeemehl und der sorgfältig gewählten Temperatur – das Wasser darf auf keinen Fall mehr sieden – haucht man den noch leblosen Bohnen Feuer und Leidenschaft ein. Nur ein Kaffee, der in seiner Tasse erstrahlt wie ein schwarzer Diamant und der seine Aromen verströmt, ist ein guter Kaffee. Es ist wie mit allen Dingen auf dieser Welt: Macht man sie mit Liebe, erhält man Liebe zurück.«

      Friedel lächelt. Der Tag, der hinter uns liegt, war lang und anstrengend. Schon seit einigen Wochen arbeite ich in Friedels Kaffeehaus, dem Maison de B. in Paris, serviere den Gästen Café au Lait, Tarte aux Pommes und Topfenstrudel, reiche ihnen die Le Monde oder die Wiener Zeitung und verkaufe nebenher Schokolade, hausgemachte Torten und Pralinés. Nun sitzen wir müde, aber glücklich an einem der weiß gesprenkelten, runden Marmortische, unter einem weinroten Emailleschild, das mit verschnörkelter Schrift für Schuster’s Kaffee wirbt, und freuen uns auf die Verkostung einer Bohnenmischung, von der Friedel mir mit Grabesstimme versichert hat, dass sie vor 150 Jahren von einem waschechten Geist getrunken wurde. Als Bonbon hat mir Friedel eine mitternächtliche Begegnung mit dem Geist versprochen. Wer das allerdings sein soll, will er mir partout nicht verraten. »Nun warte es ab, Anna«, sagt er amüsiert und schaut auf die Uhr, »es ist kurz nach halb zwölf, in kaum dreißig Minuten wirst du ihn kennenlernen.« [zum Shop]

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